Busnetz Ruwertal-Hochwald: Das ändert sich

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Häufigere Verbindungen, mehr Fahrten, höherer Komfort: Das gilt für Busfahrten im Ruwertal-Hochwald ab September 2021. Fast alle Orte zwischen Trier, Hermeskeil und Zerf sind im neuen Busnetz Ruwertal-Hochwald angebunden.

Entlang der Hauptachsen fahren jetzt montags bis freitags vier Buslinien im Stundentakt sowie samstags und sonntags mindestens im Zweistundentakt. Werktags fahren zahlreiche weitere Linien aus kleineren Orten mindestens alle zwei Stunden zentrale Knotenpunkte an, damit Fahrgäste dort passend umsteigen können. Viele Orte bekommen am Wochenende, in den Ferien und abends nach 20 Uhr eine Busanbindung.

Diese Linien sind nun unterwegs

Damit die Umstellung möglichst leicht fällt, hat der VRT alle Streckenverläufe im Busnetz Ruwertal-Hochwald übersichtlich unter www.vrt-info.de/ruwertal-hochwald dargestellt. Dort finden Sie nicht nur die Streckenverläufe, sondern auch die Häufigkeit der Fahrten und andere Informationen.

So finden Sie Ihre Detailinformationen
  • Dort steht auch eine Liniennetzkarte zum Download zur Verfügung, auf der die einzelnen Linienverläufe mit zwei Karten grafisch dargestellt:
    - Bei der Fahrplanlinienkarte öffnet sich mit Klick auf die Liniennummer der jeweilige Fahrplan.
    - Bei der Fahrplanauskunftskarte öffnet sich hingegen mit Klick auf den Startort die Fahrplanauskunft. Dabei sind bereits die zentrale Haltestelle des angeklickten Ortes, das Datum, 1. September, und die Uhrzeit, 6 Uhr morgens, voreingestellt. Es reicht also, das Ziel anzugeben und schon öffnen sich alle verfügbaren Verbindungen für die gewünschte Strecke.
  • Alle neuen Verbindungen sind zudem in der elektronischen Fahrplanauskunft aktiv. Auch hier muss lediglich ein Tag ab dem 1. September als Fahrtdatum eingegeben werden.
RufBusse ergänzen das Netz

Um das Fahrtangebot auch in kleineren Ortschaften zu erweitern, werden zusätzlich sogenannte RufBusse eingesetzt. Dies betrifft die Linie 232 von Franzenheim nach Pluwig und die Linie 236 von Niederzerf nach Pluwig. In Pluwig besteht die Möglichkeit zum Umstieg auf die Linie 230 nach Kell am See oder nach Trier. RufBusse fahren im neuen Busnetz montags bis freitags zweistündlich als Taxen oder Busse analog zum normalen Linienverkehr nach festem Fahrplan. Fahrgäste müssen den RufBus lediglich 60 Minuten vor Fahrtbeginn buchen und sich an der gewünschten Haltestelle abholen lassen. Sie können den RufBus mit jedem beliebigen VRT-Ticket nutzen – ohne Zusatzkosten.

Volle Busse: Ein Verteilungsproblem?

Der VRT bittet vor allem die Schüler und Eltern im Ruwertal und dem Hochwald um Verständnis, falls es am Anfang noch zu vollen Bussen kommt: Überfüllte Busse nach einem Fahrplanwechsel liegen nicht unbedingt an zu wenigen Fahrzeugen oder Personal, sondern oft daran, dass sich auch Schüler am Anfang noch nicht richtig auf die vorhandenen Busse verteilen. Oft fahren ein paar Minuten früher oder später bereits Busse auf dem gleichen Weg, die mit nur sehr wenigen Fahrgästen besetzt sind. Tritt dieser Fall auf, wird punktuell vor Ort bei der Umverteilung der Schüler auf die Busse unterstützt. Die Richtlinie zur Schülerbeförderung sieht eine maximale Auslastung der Busse von 70 Prozent der Stehplätze vor. Wo letztlich wirklich noch Kapazitätsengpässe bestehen, wird geprüft und dann behoben.

Zudem bearbeiten wir derzeit eingegangene Beschwerden und arbeiten mit allen Partnern eng zusammen, um zu prüfen, wo die Probleme liegen, ob Fahrplanänderungen nötig und wenn ja umsetzbar sind oder ob es sich um die bereits beschriebene Verteilung auf schon vorhandene Fahrtzeue handelt. Wichtig ist dabei: Ändert man den Fahrplan einer Linie, hat diese Änderung unter Umständen Auswirkungen auf den Fahrplan des gesamten Netzes.
Hier lesen Sie die bisher umgesetzten und geplanten Anpassungen.

 

Für den Verkehr zuständig: Jozi-Reisen aus Schweich - Das sind die Herausforderungen

Im Ruwertal und Hochwald ist ab September für alle Linien das Verkehrsunternehmen Jozi-Reisen GmbH aus Schweich als Betreiber zuständig. Der Start eines neuen Busnetzes ist für alle Beteiligten, also für das Verkehrsunternehmen, für die beteiligten Kommunen und auch für den VRT immer mit großen organisatorischen und logistischen Herausforderungen verbunden.
Rund 60 Busfahrer benötigt das Unternehmen für das neue Streckennetz, einige sind erstmals in der Region tätig, andere schon länger. Allerdings ist auch für langjährige Busfahrer des Unternehmens die Betriebsaufnahme des relativ großen Busnetzes Ruwertal-Hochwald eine Umstellung: Auch sie müssen neue Strecken mit neuen Liniennummern fahren, mit einem neuen Fahrplansystem arbeiten etc. und das ohne praktische Generalprobe quasi von Null auf 100. Natürlich wird das Personal hinsichtlich Strecken- und Tarifkunde vorher umfangreich geschult. Der laufende Betrieb mit Schülerverkehr, Berufsverkehr sowie anderen verkehrlichen Unwägbarkeiten lässt sich dabei nicht im Vorfeld einüben.
Die Erfahrung des VRT mit anderen Busnetzstarts hat gezeigt, dass sich viele Probleme wie Fahrgast-Verteilung, Streckenkunde etc. nach einiger Zeit einpendeln, wenn sich eine Routine eingespielt hat. Für Fragen, Anregungen und Kritik steht weiterhin das Kontaktformular unter www.vrt-info.de/kontakt zur Verfügung.

Verknüpfung mit 30er-Linien und dem neuen Sternverkehr der Stadtwerke Trier

Ergänzt und verknüpft wird das Busnetz Ruwertal-Hochwald von den neuen 30-er Linien der Stadtwerke Trier, die das System ebenfalls seit 1. September optimal verzahnt abrunden. Neben diesen Linien sind im Sternverkehr auch die Linien 86 bis Morscheid und die Linie 88 bis Bonerath im Gebiet des Busnetzes unterwegs. Weitere Informationen zu diesen Linien finden Sie hier.




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