Neues regionales Busnetz in der Schneifel

Ab dem 13. Dezember 2020 geht in dem Gebiet zwischen Gerolstein, Prüm, Dasburg und Sankt Vith das regionale Busnetz Schneifel an den Start. Mit neuem Fahrplan, einem einheitlichen Takt und vielerorts regelmäßigen Verbindungen, auch an den Wochenenden. Gefahren wird das Angebot zukünftig von der Firma Gebr. André GmbH.

Das neue Busnetz Schneifel ist ein Teil des sogenannten Buskonzepts, das der VRT gemeinsam mit den zuständigen Landkreisen, der Stadt Trier sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) auf den Weg gebracht hat.

Ziel ist ein flächendeckendes Angebot, das Kunden sowohl für tägliche Fahrten zur Arbeit, aber auch für Besorgungen oder in der Freizeit von montags bis sonntags nutzen können. Grundlage ist die Analyse und Überplanung aller bestehenden Linien. Diese neuen Busverbindungen werden in sogenannte Busnetze zusammengefasst und anschließend europaweit ausgeschrieben. Nun hat für das Busnetz Schneifel die Firma Gebr. André GmbH die Ausschreibung gewonnen und wird, sollte kein unberücksichtigter Bieter ein Nachprüfungsverfahren beantragen, den Zuschlag erhalten.

Ergebnisse der Planung

Nach derzeitigem Stand gibt es ab Dezember 2020 25 neue Linien. Einige davon fahren montags bis samstags mindestens alle zwei Stunden (sonntags alle vier Stunden), andere sind als RufBusse ebenfalls täglich unterwegs und bieten in ländlichen Gebieten Anschluss an die Hauptachsen. Wo früher häufig Busse nur morgens und mittags gefahren sind, gibt es ab Dezember also vielerorts ein verdichtetes Busangebot. Ein weiteres Ergebnis der Planung sind sogenannte Anschlusshaltestellen etwa in Prüm, Gerolstein oder Arzfeld. Dort gibt es jeweils abgestimmte Anschlüsse auf andere abfahrende Linien, sodass für Kunden keine längeren Wartezeiten beim Umstieg entstehen.

Die Hauptachsen im Überblick

Die Linie 460 fährt von Gerolstein über Lissingen, Büdesheim, Wallersheim, Prüm, Pronsfeld, Arzfeld, Daleiden, Dasburg bis nach Clervaux, wo unter anderem das Industriegebiet Marnach angebunden wird und ein Bahnanschluss weiter ins Großherzogtum zur Verfügung steht. Die Linie 465 startet ebenfalls in Gerolstein und fährt parallel zur Linie 460 bis nach Prüm. Von dort geht es weiter über Sellerich, Bleialf, Winterspelt bis nach Sankt Vith.

Beide Linien fahren montags bis samstags zweistündlich und sonntags vierstündlich und verknüpfen in Gerolstein das Bus- mit dem Bahnangebot. Aufgrund der parallelen Strecke steht Kunden nun eine stündliche Verbindung zwischen Prüm und dem Bahnhof Gerolstein zur Verfügung. Zudem sind die Linien in der Freizeitsaison von 1. April bis 1. November als RadBusse unterwegs und können bis zu 5 Fahrräder (Pedelecs ausgenommen) transportieren.

Grenzüberschreitend: Bus und Bahn wächst in Europa zusammen

Wie bei den anderen Busnetzen, die in einem Grenzgebiet liegen, wird es auch beim Busnetz Schneifel grenzüberschreitende Verbindungen geben. Demnach stehen VRT-Kunden zukünftig regelmäßige Buslinien nach Clervaux in Luxemburg und Sankt Vith in Belgien zur Verfügung. So wächst Europa auch im öffentlichen Bus- und Bahnverkehr Stück für Stück weiter zusammen.

Der RufBus: Mobilität auf Anruf

Um auch im ländlichen Raum Buslinien zu erhalten, fahren im neuen Busnetz Schneifel einige RufBusse. Und das nicht nur vereinzelt am Tag, sondern montags bis samstags alle zwei Stunden und sonntags alle vier Stunden. Diese RufBusse sind mindestens 60 Minuten vor der Abfahrt telefonisch unter der Nummer 06 51 / 999 878 99 zu bestellen. Als Tickets gelten die ganz normalen VRT-Tickets, ein Aufpreis ist nicht zu zahlen. Zudem ist es möglich, regelmäßige RufBus-Fahrten einmalig im Vorfeld zu buchen.

Auf Dauer angelegt

Rechtlich wird das Ganze durch einen auf 10 Jahre ausgelegten Verkehrsvertrag festgeschrieben. In diesem Vertrag sind darüber hinaus strenge Qualitätsstandards vorgeschrieben – etwa in Hinblick auf Fahrzeugalter, Fahrgastinformation sowie auf das Einhalten der Fahrpläne. Ermöglicht wird das umfangreiche Angebot durch eine Kooperation zwischen dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem SPNV-Nord.

 

Weitere Informationen zum Buskonzept unter: www.vrt-info.de/buskonzept




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