Ticketpreise automatisch ermitteln: Verkehrsverbund hat viel vor

Tarifstrukturreform und Digitalisierungsoffensive für Bus- und Zugfahrten:  Die VRT-Verbandsversammlung hat am Dienstag, 14. Dezember, gleich mehrere zukunftsweisende Beschlüsse gefasst. Ein regionales Busunternehmen aus Bitburg ist ab Dezember 2022 für ein neues Busnetz zuständig.

Mit einer Digitalisierungsoffensive will der VRT in der Zukunft unter anderem eine Fahrpreisermittlung mittels des Check-In / Be-Out-Verfahrens einführen. Im Gegensatz zum aktuellen Ticketkauf vor Fahrtantritt wird beim Check-In / Be-Out-Verfahren der Fahrpreis erst nach Fahrtabschluss ermittelt. Der Kunde „checkt“ vor Fahrtantritt in einer App ein. Diese läuft dann im Hintergrund und erkennt das Ende der Fahrt automatisch. Im Anschluss berechnet sie einen Fahrtpreis. Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel und Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (ZV SPNV-Nord) wird dieses Verfahren zunächst auf Schienenstrecken im Norden von Rheinland-Pfalz getestet.

VRT startet Tarifstrukturreform: Wie Ticketpreise gestaltet werden können
Außerdem hat die Verbandsversammlung des VRT in ihrer digitalen Sitzung am Dienstag, 14. Dezember, die VRT GmbH beauftragt, die Arbeiten an der Reform des VRT-Tarifs zu initiieren und gutachterlich begleiten zu lassen. Dafür soll erstens das bestehende Ticketsortiment geprüft und überarbeitet werden und zweitens zukünftige Regeln für die Ticketpreis-Bemessung definiert werden. Beispiele hierfür sind entfernungs- oder zeitbasierte Preisbemessungen, eine andere Zonenstruktur und vieles mehr. Die Chancen der Digitalisierung des Tarifs sollen hierbei gestärkt werden.

Ende 2022 gibt es neue Bus-Verbindungen in Bitburg-Prüm
Das Busangebot im östlichen Teil des Eifelkreises Bitburg-Prüm wird ab 11. Dezember 2022 verbessert. Im sogenannten Busnetz Waldeifel werden die Orte zwischen Speicher, Bitburg, St. Thomas, Prüm und Waxweiler besser an den Busverkehr angebunden.

Die Verbandsversammlung des VRT hat dafür einstimmig den Zuschlag für den Betrieb des Busnetzes Waldeifel an die Firma EMV Eifel-Mosel Verkehrsgesellschaft mbH GmbH erteilt. Das regional ansässige Unternehmen ist auch das am Sonntag, 12. Dezember 2021, gestartete Busnetz Neuerburger Land zuständig und ist ein Zusammenschluss zweier erfahrener regionaler Busunternehmen, der Krakau Reisen AG und des Busunternehmen Meier & Co. KG.

Was das neue Busangebot dem Eifelkreis bringt
Das Busnetz Waldeifel besteht aus insgesamt 18 Buslinien und umfasst den Bereich des östlichen Eifelkreisgebietes zwischen Bitburg und Prüm. Zentrale Knotenpunkte sind dabei die Haltestelle Bitburg, ZOB und die Anschlusshaltestelle Prüm, Gerberweg. Gleichzeitig ermöglicht das Busnetz neben einer regelmäßigen Anbindung des Bahnhofes in Erdorf mit Anschluss an den Schienenverkehr in Richtung Köln und Trier die Anbindung der Orte Speicher und Kyllburg und deren Bahnhöfe. Wie bei allen ländlich geprägten Busnetzen kommen auch hier wieder flächendeckend VRT-RufBusse um Einsatz. Ebenso wird die Firma Arla in Pronsfeld an das neue Busangebot angebunden.

Er ist neuer stellvertretender VRT-Verbandsvorsteher

Die Verbandsversammlung hat in einem weiteren Tagesordnungspunkt einstimmig den neuen Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Andreas Kruppert zum stellvertretenden Verbandsvorsteher gewählt.




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