Der Teufelspfad 8 zwischen Ernzen und Irrel

Manuel Andrack unterwegs im VRT

Das Ergebnis ist ein bunter Strauß kurzer und knackiger Wandertouren, alle nicht länger als 10 Kilometer, alle gut angebunden mit Bus und Bahn. Besonders praktisch: Zu jeder Tour gibt es eine GPX-Datei zum herunterladen, damit man unterwegs nicht auf der Strecke bleibt.

 

GPX Dateien für die Wanderung am Teufelspfad

Die teuflische 8 - voller Abenteuer, Abwechslung und spannenden Legenden rund um den Teufel. Ein Muss für alle Wanderfreunde. 

Das teuflische Abenteuer beginnt – wie so oft – an einer Kirche. Ab der Bushaltestelle in Ernzen orientieren wir uns zunächst an der Markierung „54“ und gehen die Ferschweiler Straße Richtung Ferschweiler entlang. Am Ortsausgang folgen wir der „54“ rechts in eine Straße hinein und gehen an Parkplätzen vorbei. Genau gegenüber des Dinosaurierpark-Eingangs wandern wir auf einem schönen Waldlehrpfad, der am Besucherzentrum Teufelsschlucht endet.

Dort haben wir die gelb-weiße Markierung der „Teuflischen Acht“ erreicht, verlassen also die Markierung „54“, und wenden uns links. Auch bei der nächsten Wegabzweigung (die schon auf die Teufelsschlucht hinweist) halten wir uns links, denn wir gehen die „Acht“ gegen den Uhrzeigersinn. Wir wandern auf breiten Forstwegen, dann biegt unser Weg scharf rechts ab und wir tauchen ein in die Sandsteinfelsen von Irrel. Wir erreichen erstmals die Schnittstelle der beiden Schleifen, die zusammen die „Teuflische Acht“ ergeben. Wir gehen nicht direkt links in die Felsen hinein, sondern noch zehn Meter weiter und dann erst links bergab Richtung Irreler Wasserfälle. Wir steigen über einige Stufen und schmale Pfade den Berg hinunter, bis wir das Tal mit der wild rauschenden Prüm erreicht haben. Bevor wir weiter unserem Weg folgen, sollten wir uns einen kurzen Abstecher zur hölzernen Brücke über dem Wasserfall gönnen und einige Momente das Schauspiel genießen. Dann gehen wir zurück zu unserem Weg und wandern eine Weile auf dem asphaltierten Radweg die Prüm aufwärts. Nach einigen hundert Metern können wir schon merkwürdig große Pflanzen erkennen – sind das zu groß geratene Weinreben? Nein, es geht um ein anderes Getränk, das sind schon die Hopfenfelder von Holsthum, bekannt aus der TV-Bier-Werbung für eine bekannte Eifler Gerstenkaltschale.

Wir lassen Hopfen Hopfen sein, wenden uns links und wandern am Hälbach den Berg hinauf. Immer wieder überqueren wir diesen zauberhaften Bach und erreichen die mächtigen Sandsteinfelsen, die den Hang krönen. Wir müssen höllisch auf unsere Markierung achtgeben, zwischen den Sandsteinfelsen kann man sich wie in einem Labyrinth verlaufen. Nun beginnt der – meiner Ansicht nach – spektakulärste Abschnitt unseres abenteuerlichen Weges. Es geht über Felsen, an Felsen vorbei, durch Felsen hindurch, das ist ganz großer Wander-Spaß! Zum zweiten Mal kommen wir an der Schnittstelle der beiden Schleifen vorbei und gehen links-rechts versetzt weiter Richtung Teufelsschlucht, die wir nach ungefähr einem Kilometer erreichen. Über Steinstufen und schmale Pfade geht es durch die mächtigen Felswände hindurch. Es ist offensichtlich, dass bei diesem Naturspektakel der Teufel seine Finger im Spiel gehabt haben muss. Nach einer letzten Felsentreppe wenden wir uns rechts und gehen Richtung Besucherzentrum. Ab dort folgen wir wieder der Markierung „54“ zurück zur Kirche in Ernzen. Die „Teuflische Acht“ ist ein unvergessliches Wander-Erlebnis!

Geschichte am Wegesrand

Angeblich soll der Teufel höchstpersönlich die Schlucht in den Sandsteinfelsen hineingetrieben haben. Man könne, so heißt es, immer noch seine Krallen im Gestein erkennen. Ich halte die Legende für unglaubwürdig. Erstens schätze ich den Teufel eher als faul ein, das hätte der doch gar nicht auf die Reihe bekommen, so eine gewaltige Schlucht in den Felsen zu meißeln. Zweitens finden sich tatsächlich die Abdrücke von Teufelskrallen im Gestein, die sind aber eindeutig auf die gleichnamige Muschelart zurückzuführen. Und drittens weiß jeder Geologe, dass die Teufelsschlucht von Irrel vor 10.000 Jahren entstand, wenn man der Bibel glaubt, ist die Erde aber erst 6.000 alt. Also gab es vor 10.000 Jahren auch noch keinen Teufel.


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