Kloster-Hopping durch die Eifel

Nutzen Sie die nächsten goldenen Spätsommertage für besinnlichere Einkehr-Ausflüge zu stillen Klosterorten in der Eifel. Kein Trubel, keine Action – einfach besondere Atmosphäre und ein Erlebnis abseits des Alltags. Die RB 22 auf der Eifelstrecke bringt Sie täglich im Stundentakt nach St. Thomas an der Kyll. Von der stillen Abgeschiedenheit des Ortes angezogen, ließen sich hier 1185 auf Einladung eines lokalen Adligen Zisterzienserinnen nieder. Wie ihre männlichen Brüder folgten sie dem Ideal strenger Askese und lebten vegetarisch als Selbstversorgerinnen nach einem genau geregelten Tagesablauf zwischen Beten und Arbeiten. Geblieben ist davon vor allem die Klosterkirche aus dem späten 12. und frühen 13. Jahrhundert, die noch heute den Geist der Gründungszeit des Klosters atmet.

Hier, auf der weit in den Raum ragenden Nonnenempore, hat sich das geistliche Leben der Klosterfrauen von St. Thomas abgespielt. Da sie weitgehend ohne Kontakt zur Außenwelt lebten, feierten sie Stundengebet und Gottesdienste dort oben in unsichtbarer Abgeschiedenheit mit direktem Zugang zu den Klostergebäuden. Die schlichten spätromanischen und frühgotischen Formen des Kirchenraumes strahlen bis heute eine besondere Ruhe und Würde aus. Aus der Erbauungszeit stammt noch der romanische Hochaltar, auf dem seit gut 800 Jahren Gottesdienst gefeiert wird. Das gotische Kreuz darüber lohnt einen genaueren Blick. Und in der gesamten Kirche erzählen Grabplatten einstiger Äbtissinnen und Wohltäter*innen des Klosters von seiner langen Geschichte bis zur Auflösung 1802. Gehen Sie anschließend in der weitläufigen Gartenanlage spazieren, die sich an die Kirche anschließt, nehmen Sie vielleicht ein Buch, eine Decke und etwas Proviant mit und genießen Sie die wunderbare Stille. Ganz in der Nähe beginnt der mehrere Kilometer lange und gut beschilderte Waldlehrpfad, der idyllisch am Neidenbach entlangführt. Oder erkunden Sie vom Gemeindeplatz aus den Naturerlebnispfad mit Infotafeln und Aktivstationen durch das reizvolle Heilenbachtal zu den Neidenbacher Wasserfällen.

Barocke Atmosphäre in Springiersbach

Unser zweiter Klostertipp in der Region ist das barocke Kleinod Springiersbach in der Mosel-Eifel. Fahren Sie dazu mit der RB 81 auf der Moselstrecke Trier – Koblenz bis zum Bahnhof Bengel. Von hier aus führt ein schöner, 2,5 km langer Spaziergang in einer guten halben Stunde vom Bahnhof durch den Ort und blühende Wiesen zum Kloster. Folgen Sie dazu beim Verlassen des Bahnhofs der Bahnhofstraße nach links durch die Unterführung, dann rechts bis zur Moselstraße und weiter in den Ort; hier rechts in die Koblenzer Straße und nach ein paar hundert Metern links der Springiersbacher Straße folgen, die Sie direkt zum Kloster führt. Schon von weitem sehen Sie die in Altrosa gefasste barocke Kirche – ein stiller Ort der Einkehr und der Ruhe, der seit 1922 wieder von Karmelitermönchen betreut wird. Im Inneren finden Sie beeindruckende Deckengemälde, die nach einem Großbrand 1940 wiederhergestellt wurden, und ein reich geschnitztes Chorgestühl. Schätze in der direkten Umgebung sind die alte Klostermühle aus dem Jahr 1731 und die historische Ölmühle aus dem Jahr 1956, die noch heute voll funktionsfähig ist. Sie liegt idyllisch am plätschernden Alfbach – folgen Sie vom Kloster aus einfach der Straße nach Springiersbach und genießen Sie die besondere Atmosphäre am klappernden Mühlrad. Anschließend können Sie flussaufwärts gemütlich zurück zum Bahnhof spazieren. Und wer noch mehr Lust hat, findet rund um Bengel herrliche, gut ausgeschilderte Wanderwege durch den wildreichen Kondelwald.

Das richtige Ticket für Ihren Ausflug

Nutzen Sie das TagesTicket Single oder das TagesTicket Gruppe für bis zu 5 Personen. Da kann die ganze Familie mitfahren oder laden Sie ein paar Freunde ein. Fahren Sie mit dem TagesTicket Single oder TagesTicket Gruppe den ganzen Tag lang so oft Sie wollen innerhalb des Geltungsbereichs Ihres Tickets. Kaufen Sie Ihr TagesTicket ganz bequem am DB-Ticketautomat oder direkt im Bus.




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