© Rainer Langer

Ruhe finden auf dem Neuerburger Kapellenweg

Auf 13 Kilometern entführt Sie der Neuerburger Kapellenweg auf eine Tour der inneren Ruhe, Einkehr und Erholung. Und das Beste daran: Mit dem Bus kommen Sie ab Irrel montags bis sonntags und ab Bitburg montags bis samstags bequem dorthin. Also packen Sie Ihre Wanderschuhe und Proviant ein und nichts wie los.


Ihre Tour beginnt in Neuerburg am Marktplatz, den Sie von Irrel mit der Linie 423 und von Bitburg mit der Linie 444 erreichen. Dort angekommen folgen Sie der Straße Im Madamenhof in Richtung Süden und biegen nach rund 100 Metern links in die Herrenstraße ab. Anschließend folgen Sie erneut links der Beilsbachstraße. Lassen Sie den Beilsturm links neben sich liegen und folgen Sie anschließend erneut links einem kleinen Weg, bevor Sie sich an der Gabelung rechts halten und nun mitten durch dichte Mischwälder dem Weg bis zur Kreuzkapelle folgen. Dieses Bethaus aus dem 17. Jahrhundert wurde von einem Neuerburger Bürger als Ort der Ruhe und des Betens errichtet. Und – so viel sei schon einmal verraten – die Bezeichnung Kapellenweg kommt nicht von ungefähr, denn es folgen noch weitere Wallfahrts- und Gebetsstätten auf Ihrem Weg.


Nun folgen Sie aber erstmal dem Kreuzweg hinunter und machen sich auf den weiteren Weg. Nach knapp 3,2 Kilometern erreichen Sie den Sendemast und anschießend das Schwarzbildchen. Dieses Bildchen legen wir Ihnen besonders an Herz. Die 46 Zentimeter große Nachbildung der Madonna stammt aus dem 17. Jahrhundert und steht in einer knapp 700 Jahre alten Eiche – wirklich beeindruckend. Weitere Stationsbilder von Bildhauer J. Hess, die im 19. Jahrhundert ergänzt wurden, zeigen eindrücklich die sieben Schmerzen Mariens.
Als nächstes erreichen Sie die Burganlage Neuerburgs, der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burg im gesamten Eifelkreis. Massiv und wuchtig prägt die Burgruine die Geschichte des kleinen Ortes. Bis ins 12. Jahrhundert lässt sich diese Geschichte zurückverfolgen. Nutzen Sie den Innenhof für eine kleine Rast und bestaunen Sie die imposante Ruine.


Auf Ihrem weiteren Weg passieren Sie nun das Pestkreuz, das auf den im Mittelalter grassierenden schwarzen Tot aufmerksam macht. Dieser hat die Stadt Neuerburg im Laufe der Jahrhunderte mehrfach und mit vielen Opfern heimgesucht. Ihre nächste Station ist der Ehrenfriedhof, der den Opfern des zweiten Weltkriegs gedenkt. Insgesamt 905 Gefallene haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. Wie so viele andere Stationen auf Ihrer Tour ist auch dieser Friedhof ein Ort der Andacht und der Einkehr. Ihre letzte Station ist die Eligiuskapelle, deren Ursprung ebenfalls auf das späte Mittelalter, das 15. Jahrhundert, zurückgeht. Lassen Sie Ihre Seele im Inneren der Kapelle baumeln und bestaunen Sie eine eindrucksvolle trauernde Maria, bevor Sie – vorbei am Beilsturm und am Stadthaus wieder den Startpunkt der Tour erreichen.


Eine genaue Beschreibung des Weges finden Sie hier.


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